Vom Fach

Schade eigentlich

Morgen werden die Olympischen Spiele in Rio eröffnet. Während ich diesen Text schreibe, läuft im Fernsehen bereits das erste Spiel unserer Fußball­männer gegen Mexiko. Es steht 0:0. Eigentlich – so dachte ich – werde ich Olympia diesmal links liegen lassen. Zu viel ist passiert. Mit gesundem Menschenverstand betrachtet, wäre das wohl die einzige richtige Reaktion. Leider sind die „Spiele der Jugend der Welt“ längst zu einer Veranstaltung verkommen, bei der der Kommerz aus jeder Pore tropft. Doch spätestens mit der Entzündung des Feuers werde ich wieder schwach und verfalle in den Olympiamodus. Der beinhaltet zum Beispiel, keine Verabredung zu treffen, bevor ich mich nicht davon überzeugt habe, dass nicht zeitgleich unsere Handballjungs spielen, Boll und Ovtcharov den chinesischen Tischtennisstars das Fürchten beibringen, unsere Badmintonasse aufschlagen oder eine wichtige Entscheidung in der Leichtathletik fällt. – Und damit bin ich Teil des Problems.

weiter
Textprobe

Der Schatten des Unsichtbaren (Roman-Textauszug)

Archie Tucker hatte Geschmack, daran bestand kein Zweifel. Er saß in diesem ziegelroten Traum mit Acht­zylindermotor, Automatik­schaltung, Weißwand­reifen und der Silhouette eines Torpedos, als wäre er ein Filmstar. Mit seinen italienischen Schuhen, der eleganten Hose aus Segeltuch und dem exotisch bunten Aloha-Shirt, das ein Jahr später als „Hawaiihemd“ der letzte Schrei sein sollte, hätte Tucker ein gutes Motiv für Modefotografen abge­geben. Das Licht war perfekt an diesem Morgen. Besser konnte man es nicht arrangieren. Kein Wunder! Schließ­lich war es sein Perfektionismus, der ihn zum erfolg­reichsten Gesellschafts­reporter Hollywoods gemacht hatte.

weiter
Zitat des Monats

Zitat des Monats August

„Fatalismus ist keine Politik.“

Alain Juppé

weiter
Glosse

Wörter, aus denen etwas hätte werden können (Teil 2)

Nein, überrascht bin ich nicht, das wäre gelogen. Doch seitdem ich im ersten Teil von „Wörter, aus denen etwas hätte werden können“, die eigenen Vertipper etwas näher beleuchtet hatte, scheinen die sich in meinen Texten richtig wohlzufühlen. Wissentlich wanderte zwar keiner davon in die Endfassungen aber der eine oder andere war ziemlich nahe dran.

weiter
Zitat des Monats

Zitat des Monats Juli

"In einer Zeit universeller Täuschungen ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt."

George Orwell

weiter
Glosse

Liebe Roboter, (Teil 2)

ich bin’s mal wieder! Seit meinem letzten Brief im Januar ist eine Menge passiert. Antwort habe ich von euch leider noch nicht bekommen. Aber kein Problem – ich seh ja, wie viel ihr zu tun habt.

weiter
Zitat des Monats

Zitat des Monats Juni

"Wer die Wahrheit sagt, wird früher oder später dabei erwischt." 

Oscar Wilde

weiter
Zitat des Monats

Zitat des Monats Mai

"Alles Unglück der Menschen rührt daher, das sie nicht in Ruhe im Zimmer bleiben können."

Blaise Pascal

weiter
Textprobe

Hamburg – Eine Liebeserklärung

Wenn ein Unternehmen Jubiläum feiert, erhält es viele Glückwünsche. Wir, von J.J. Darboven, freuen uns sehr darüber. Vor allem aber möchten wir uns anlässlich unseres 150-jährigen Bestehens bei Hamburg und seinen wunderbaren Menschen bedanken. In keiner anderen Stadt der Welt hätte unsere Erfolgsgeschichte so stattfinden können.

weiter
Zitat des Monats

Zitat des Monats April

„Der Mensch tut gut daran, einen Bleistift bei sich zu tragen und die Gedanken, wenn sie kommen, niederzuschreiben.“

Francis Bacon

weiter